Stern.de: Keine Angst vor Big-Schäuble?
Ähnliche Gedanken wie ich heute morgen noch hat sich Gerd Blank auf stern.de über die technischen Probleme mit einem Bundestrojaner gemacht:
[…] Doch so einfach, wie einige Politiker es wünschen und viele Bürger befürchten, ist die Durchsuchung nicht durchzuführen.
[…]
Auch wenn einige staatliche Stellen gerne einen Zugriff auf private Computer hätten, ist dies nicht problemlos durchzuführen. Nicht nur Grundrechte sprechen gegen ein pauschales Ausspähen, sondern technische Hürden hindern Ermittlungsbehörden am Eindringen auf heimische Festplatten.
[…]
Hier beginnt das Problem für die Ermittler: Wer soll all die ermittelten Daten auswerten? Es ist unwahrscheinlich, dass die gesamte Festplatte nach verdächtigen Dateien und Dokumenten durchsucht werden kann. […] Aber auch das Kopieren des gesamten Festplatteninhalts über das Internet scheidet aus, denn trotz großer Bandbreiten würde eine Übertragung von mehreren 100 Gigabyte Stunden dauern.
Andererseits sieht er aber auch einen Weg, wie „der Bundestrojaner” auf den verdächtigen – oder auch den heimischen Computer gelangen soll:
So muss jeder größere Provider spezielle Geräte in seinem Netz installieren, mit denen ein Abhören von Telefonaten und des Datenverkehrs möglich ist. Mit Hilfe dieser Technik könnte das BKA auch versteckte Daten auf dem gewünschten System einschleusen, eben auch Programme wie den Bundes-Trojaner.
Könnte das BKA? Meines Wissens bleibt immer noch die Hürde, dass es auf einem einigermassen geschützten System nicht möglich sein sollte, Software zu installieren, ohne dass der Benutzer es erfährt. Im Idealfall hat man ja zum Beispiel ein Benutzerkonto eingerichtet, das keinerlei Rechte zum Installieren von Software hat – so dass sogar der falsche Klick auf einen eMail-Anhang folgenlos bleibt.
Bleibt die Frage: Wie kann ich auf einem fremden Computer an allen Sicherheitssystemen vorbei Software installieren?
(stern.de: Online-Durchsuchungen – Keine Angst vor Big-Schäuble)



