Über diese Seite

Vor einiger Zeit begann ich drüben in meinem privaten Weblog Artikel zu sammeln, die über die Ideen unseres Innenministers Wolfgang Schäuble, über den sogenannten „Bundestrojaner”, geplante online-Durchsuchungen und über andere Maßnahmen berichteten. Maßnahmen, die uns vor der Gefahr „internationaler Terrorismus” schützen sollen, die aber dabei tief in unser Leben eingreifen und unsere Grundrechte beschneiden sollen.

Leider sind die Worte, die ich damals fand noch immer aktuell, weswegen ich sie hier einfach wiederhole:

Ich habe Angst. Angst vor dem, was unser Innenminister und unsere Regierung im Moment tun.
Und da ich daran glaube, dass die Jungs und Mädels gewählte Volksvertreter sind und sich demnach auch nach dem Volk richten müssen, möchte ich meinen Arsch hochkriegen. Und freue mich, wenn ein paar andere sich auch bewegen. Denn Aufmerksamkeit bekommt man in einer Demokratie und in unserer Gesellschaft nur, wenn man nicht alleine ist.
Das ist manchmal schwer, denn dazu muss man sich auch mal auf andere einlassen und auch manchmal persönliche Vorlieben hinten an stellen. Aber es geht. Und es ist verdammt nötig.

Über meine ganz persönlichen Wege und hoffentlich auch Ergebnisse werdet Ihr hier lesen.

Zuallererst habe ich aber gemerkt, dass man damit beginnen muss, die Menschen um sich herum zu informieren. Denn wir™ hier im Netz, wir hier in der Blogosphäre, wir haben uns daran gewöhnt, uns unsere Informationen zu besorgen. Wir verlassen uns nicht mehr auf den Nachrichten-Block um Acht Uhr abends. Wir haben gelernt, vernetzt zu denken, haben gelernt, zu filtern, Verknüpfungen zu folgen und welche zu bilden.
Aber wir bleiben manchmal auch gerne unter uns.

Und: Nicht jeder informiert sich selbst, nicht jeder hat diese Medienkompetenz.

Ich habe in den letzten Tagen und Wochen mit vielen Menschen gesprochen – keinen dummen, sondern eher noch den informierteren, interessierteren Menschen und oft genug stiess ich auf blankes Unwissen. Meist gefolgt von ebenso blankem Erschrecken.
Also: Erzählen, informieren, reden. Mal wieder politisch diskutieren und nicht nur übers Wetter schnacken.

Ich weiss, dass es schwer ist, etwas zu tun. Man schwankt gerne zwischen großen „man müßte”-Plänen und der Einsicht, dass man das alleine nie hinkriegt. Man hat – medial übersättigt wie wir alle sind – gleich die ganz großen Bilder von Menschenmassen unterm Brandenburger Tor vor Augen und weiss gleichzeitig nicht mal, wie man zwanzig Leute an einen Tisch bekommen sollte.

Ich weiss zum Glück aber auch aus eigener Erfahrung, dass es gar nicht so groß sein muss. Und dass es einfacher ist, als man denkt. Und der erste Schritt, nämlich einfach mal mit Nachbarn, Freunden, Kollegen überhaupt darüber zu sprechen – das kann jeder. Wer Angst hat, dabei mit dem vermeintlichen Killerargument „Aber, ich habe doch nichts zu verbergen” abgeschmettert zu werden, dem seit dieser Artikel bei telepolis empfohlen.

Danach entstand der Button, den die ersten Menschen in ihre Website und Weblogs eingefügt haben und so fand ich, dass ich die ganze Sache aus meinem Weblog ausgliedern könnte, um alles für den interessierten Leser überschaubarer zu machen.

Also: Arsch hoch!

Eine Reaktion zu “Über diese Seite”:

  1. 1. Der Volkszertreter:

    Arsch Hoch …und informier dich!

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